Inhalt » Archiv » Ausgabe 02/2010 » Functional categories in the noun phrase: on jacks-of-all-trades and one-trick-ponies in Danish, Dutch and German

Functional categories in the noun phrase: on jacks-of-all-trades and one-trick-ponies in Danish, Dutch and German

Dieser Aufsatz behandelt funktional definierte Modifikatorkategorien der Nominalphrase in einigen germanischen Sprachen, insbesondere Dänisch, Niederländisch und Deutsch. Es wird dafür argumentiert, dass funktionale Kategorien, anders als semantische oder formbasierte Kategorien, die einzigen Kategorien sind, die sich einzelsprachlich und übereinzelsprachlich verwenden lassen. Formale Kategorien sind zu eng (sie decken nicht alle strukturellen Varianten ab, die sich übereinzelsprachlich finden) und semantische Kategorien sind zu weit (sie schließen tendentiell zu viele strukturelle Varianten ein). Der Aufsatz befasst sich vor allem mit der Beziehung zwischen Form und Funktion adnominaler Modifikatoren. Während Elemente bestimmter formaler Kategorien (z.B. adnominale Präpositionalphrase oder PP) in verschiedenen Funktionen gebraucht werden können (z.B. als klassifizierender, qualifizierender oder lokalisierender/verankernder Modifikator des Substantivs), haben andere adnominale Modifikatoren immer die gleiche Funktion. Die vorliegende Untersuchung diskutiert zunächst kurz ein Beispiel eines ‚jack-of-all-trades‘ im Niederländischen (adnominale PPs mit van ‚von‘), behandelt dann schwerpunktmäßig einen ‚one-trickpony‘ im Dänischen, das Adjektiv stakkels ‚arm‘ (wie in Stakkels pige! ‚Armes Mädchen!‘) und vergleicht dieses mit seinem Übersetzungsäquivalent im Deutschen: arm in Einstellungsausdrücken (z.B. Der arme Junge!).

This paper deals with functionally defined modifier categories of the noun phrase in some Germanic languages, in particular Danish, Dutch and German. It is argued that functional categories, unlike semantic or form-based categories, are the only categories that can be applied within and across languages. Formal categories are too narrow (they do not cover all the structural variants attested across languages) and semantic categories are too wide (they tend to include too many structural variants). The paper is particularly concerned with the relation between form and function of adnominal modifiers. Whereas members of certain formal categories (e.g. adnominal prepositional phrase or PP) can be used in several functions (e.g. as classifying, qualifying or localizing/anchoring modifiers of the noun), other adnominal modifiers always have the same function. The current investigation first briefly discusses an example of a jack-of-all-trades in Dutch (adnominal PPs with van ‘of’), then focuses on a one-trick-pony in Danish, the adjective stakkels ‘poor’ (as in Stakkels pige! ‘Poor girl!’), and compares it with its translational counterpart in German: attitudinal arm (e.g. Der arme Junge! ‘The poor boy!’).

Seiten 97 - 123

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.DSdigital.de/DS.02.2010.097

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