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Partikel- und Präfixsubstantiva Eine analytische Fallstudie zu deren Morphologie und Semantik
Die dem Simplex vorgesetzten Partikeln und Präfixe beeinflussen den semantischen Inhalt des Simplex maßgeblich und die aus diesen abgeleiteten deverbalen Partikel- und Präfixsubstantiva widerspiegeln diese Sachlage. Ausgehend von dieser Grundlegung wird dieser Sachverhalt anhand von vier Simplizia, nämlich fallen, geben, legen, setzen und drei präfigierenden Verbzusätzen auf-, durch-, ver- exemplarisch dargestellt, wobei als deverbale Substantiva, wegen ihrer Häufigkeit und hohen Produktivität, die Bildungen durch die Suffixe -ung, -er, -e sowie die Nullmorphembildungen gewählt werden. Als Korpus dient das sechsbändige Deutsches Wörterbuch von Brockhaus/Wahrig. Die dort befindlichen 82 Substantiva werden semantisch analysiert und den zwei semantischen Kategorien abstrakten Inhalts, bezeichnet als Nomina actionis, Nomina acti und den fünf konkreten Inhalts, bezeichnet als Nomina patientis/facti, Nomina instrumenti, Nomina subjecti bzw. agentis, Lokativa und Kollektiva, zugeordnet. Die Ergebnisse werden in Tabellen zusammengefasst. Den Tabellen ist u.a. zu entnehmen, dass nicht jedes Simplexverb zur Substantivierung gleichermaßen geeignet ist, das Substantivierungspotential auch von dem präfigierenden Verbzusatz abhängt, die semantische Hauptfunktion des Suffixes -ung die Bildung von N. actionis ist, der Anteil der Abstrakta bei den Nullmorphem- und -e-Bildungen etwa 60 % beträgt, und schließlich, dass die Hauptfunktion des Suffixes -er die Bildung von N. subjecti/agentis ist.
Particles and prefixes preceding the simple verb have a decisive effect on its semantic content, and particle and prefixed nouns derived from such verbs reflect this state of affairs. These deverbal nouns are analysed on the basis of four simple verbs, fallen, geben, legen and setzen, and three particles/prefixes, auf-, durchand ver-, using deverbal nouns with the suffixes -ung, -er, -e and the zero-morpheme because of their frequency and high productivity. The corpus for this study is provided by the six-volume Brockhaus/Wahrig Deutsches Wörterbuch. The 82 nouns found there are analysed semantically and assigned to the two abstract semantic categories, nomina actionis and nomina acti, and the five concrete categories, nomina patientis/facti, nomina instrumenti, nomina subjecti or agentis, locative and collective nouns. The results are summarised in tables. The tables show among other things that all simple verbs are not equally suitable for nominalisation, that the nominalisation potential is affected by the verb prefix, that the main semantic function of the suffix -ung is the formation of nomina actionis, that formations with the zero-morpheme and the prefix -e account for about 60% of the abstract nouns, and finally that the main function of the suffix -er is the formation of nomina subjecti/agentis.
Seiten 324 - 340
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.DSdigital.de/DS.04.2008.324
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