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Uniform oder different? Zum syntaktischen Status nicht-restriktiver Relativsätze
Üblicherweise werden Relativsätze hinsichtlich ihrer Nicht-/Restriktivität unterschieden. Zahlreiche grammatiktheoretische Arbeiten beschäftigen sich mit der Frage, wie genau restriktive von nicht-restriktiven Relativsätzen abzugrenzen sind und inwieweit die zunächst semantisch-pragmatisch geprägte Differenzierung auf strukturelle Unterschiede zurückgeht. Im vorliegenden Artikel soll der in diesem Forschungszusammenhang weitestgehend vernachlässigten Frage nachgegangen werden, ob sich die Klasse der nichtrestriktiven Relativsätze aus syntaktischer Perspektive tatsächlich homogen verhält. Anhand entsprechender empirischer Evidenz wird argumentiert, dass (i) appositive Relativsätze von weiterführenden Relativsätzen syntaktisch zu unterscheiden sind und dass sich (ii) weiterführende d- und weiterführende w-Relativsätze syntaktisch einheitlich verhalten. Es wird vorgeschlagen, diese Fakten in der syntaktischen Analyse derart umzusetzen, dass appositive Relativsätze mit ihrer nominalen Bezugsgröße eine Konstituente bilden, während weiterführende Relativsätze strukturell verwaiste Syntagmen darstellen.
Relative clauses are usually differentiated according to their non-/restrictivity. Numerous theoretical studies look into questions such as how restrictive relative clauses can be distinguished from non-restrictive ones and to what extent the semantic-pragmatic differentiation between restrictive and non-restrictive relative clauses is based on structural differences. The present article tackles a problem that has generally been neglected in previous research. It investigates from a syntactic perspective whether the class of nonrestrictive relative clauses behaves homogeneously. Based on empirical evidence it argues that (i) appositive relative clauses must be distinguished syntactically from continuative relative clauses, and that (ii) continuative w- and d-relative clauses show a uniform syntactic behaviour. In view of these facts, a syntactic analysis is proposed which treats an appositive relative clause and its nominal antecedent as one constituent, and a continuative relative clause as a structurally orphaned syntagma.
Seiten 250 - 270
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.DSdigital.de/DS.03.2007.250
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